Hups, was ist das denn? Dieser tropfende Kuchen scheint farblich gesehen rein gar nichts mit dem Herbst zu tun zu haben. Mit diesen Farben assoziert man eher einen Jahrmarkt mit Zuckerwatte und anderen Süßigkeiten, doch hinter der bunten Schale verbirgt sich zumindest geschmacklich der Herbst. Ich mein, was ist herbstlicher als eine Apfel-Zimt-Buttercremetorte?

Apfel-Zimt-Buttercremetorte mit Deko aus Bruchschokolade und Baiser-Tupfen

Apfel-Zimt-Buttercremetorte. Die Baiser-Tupfen purzeln aus ihrer Dose und die Bruchschokolade liegt auf einer grünen Serviette

Klar, diese Torte sähe bestimmt auch in Brauntönen elegant aus, aber ich hatte (leider) meine fünf Minuten, in denen ich mit hellgrün und Rosa experimentieren wollte, und wenn zusätzlich noch diese gigantomanischen Torten-Kunstwerke namens „Dripping Cake“ in meinem Kopf rumspuken,  kann ja nur so eine Farbexplosion Zustande kommen.

Apfel-Zimt-Buttercremetorte von oben. Man sieht die rosa Ganache und die essbare Dekoration

Ehrlich gesagt, hatte ich ein wenig Angst vor dieser tropfenden Glasur. Stellte sich aber heraus, dass die eigentlich ganz einfach ist, sofern man ein wenig Geduld im petto hat. Ja, genau an der Geduld scheiterte meine erste Version des Kuchens übrigens. Die Soße Ganache ist mir regelrecht davongelaufen. Ihr müsst den richtigen Moment abwarten, dass der Kuchen gut durchgekühlt und die Ganache die perfekte Temperatur zum „drippen“ erreicht hat.

So, jetzt aber mal zum Wesentlichen, hier kommt das Rezept für die Apfel-Zimt-Buttercremetorte:

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Apfel-Zimt-Buttercremetorte
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 40 Minuten
Wartezeit 3-4 Stunden
Portionen
Portionen
Zutaten
Biskuitteig
Buttercreme
Ganache
Sonstiges
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 40 Minuten
Wartezeit 3-4 Stunden
Portionen
Portionen
Zutaten
Biskuitteig
Buttercreme
Ganache
Sonstiges
Anleitungen
  1. Für den Biskuitteig die Eier trennen. Das Eigelb zusammen mit dem warmen Wasser schaumig schlagen, danach mit 2/3 (ca. 67g) des Zuckers vermischen.
  2. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, dann den restlichen Zucker (ca. 33g) während des Mixens einrieseln lassen. Den Eischnee auf die Eiercreme geben (Aber noch nicht umrühren)
  3. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Backpulver und Speisestärke) vermengen und auf den Eischnee sieben. Das ganz vorsichtig mit einem Löffel unterheben bis alles gut vermischt ist.
  4. Die Backform (18cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen, den Teig hineinfüllen und bei 175°C für 35 Minuten backen.
  5. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, den Kuchen zweimal waagerecht durchschneiden (Ihr müsst drei Böden haben). Zwei der Böden großzügig mit Apfelmus bestreichen und auf einanderstapeln (Tipp: den untersten Boden mit der glatten Oberfläche, sollte als letztes verwendet werden, das erleichtert später das Bestreichen mit der Buttercreme)
  6. Für die Buttercreme das Eiweiß zusammen mit dem Zucker in einem Wasserbad erhitzen, dabei stetig umrühren. Sobald das Eiweiß eine Temperatur von 65°C erreicht hat, vom Herd nehmen und 10 Minuten lang steif schlagen.
  7. Nach und nach die Butter hinzufügen, dann den Apfelsaft und den Zimt (Tipp: Ihr könnt den Apfelsaft und Zimt schon vorher mischen, dann lässt es sich besser abschmecken), und zum Schluss die Lebensmittelfarbe (Ein wenig Farbe auf die Spitze eines Zahnstochers reicht aus).
  8. Wenn die Buttercreme fertig ist, kann der Kuchen bestrichen werden. Die erste Schicht dient zum "Befestigen" der Krümel. Den Kuchen nach dem Bestreichen für ein paar Minuten in den Kühlschrank oder Froster stellen, damit die Buttercreme fest wird.
  9. Dann die zweite Schicht Buttercreme auftragen, die ist dafür da, alle noch sichtbaren Stellen des Kuchens zu verdecken. Wenn ihr mit der zweiten Schicht zufrieden seid, kann der Kuchen für 3-4 Stunden in den Kühlschrank, ansonsten müsst ihr nach wenigen Minuten erneut eine Schicht Buttercreme auftragen.
  10. Für die Ganache die Sahne erhitzen, dann die weiße Schokolade und (wenn ihr wollt) die Candy Melts darin schmelzen und mit ein wenig rosa Gelfarbe einfärben. Die Schokolade bis 25°C-20°C abkühlen lassen.
  11. Den Kuchen aus der Kühlung nehmen und 2-3 Esslöffel der Ganache oben auf dem Kuchen verteilen. Um die Tropfen herzustellen, die Ganache vorsichtig mit dem Rücken des Löffels an die Ränder schieben, bis die Ganache anfängt hinunterzulaufen. (Tipp: die tropfende Glasur geht einfacher, wenn ihr einen Drehteller habt)
  12. Anschließend die Torte mit Süßigkeiten dekorieren und nochmals für ein paar Minuten in den Kühlschrank, damit die Ganache anzieht.
Rezept Hinweise

Übrigens, statt Apfelmuss als Füllung, eignen sich auch pürierte Himbeeren (die sind geschmacklich sogar noch intensiver).

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Ihr braucht nicht zu verzweifeln, wenn es mit den Tropfen noch nicht so klappt, ich habe auch zwei Anläufe gebraucht, und es ist immer noch nicht perfekt.

Apfel-Zimt-Buttercremetorte. Rechts im Bild purzeln die Baiser-Tupfen aus der Dose.

In diesem Sinne,

Übung macht den Meister Tropfen.

Nahaufnahme der Tortendekoration.

P.S.: Anstatt die Dekorationen zu kaufen, könnt ihr die Deko-Elemente auch selbst herstellen. Wie wäre es mit weißer Bruchschokolade oder kleinen Baiser-Tupfen, die kann man gut ein bis zwei Tage im Voraus anfertigen.